Mobile Tierheilpraxis

   Claudia Obermeier

BLUTEGELTHERAPIE


Blutegel werden nachweislich seit über 3.000 Jahren als Heilmittel eingesetzt. Zum Ende des 18. Jahrhunderts wurden sie so exzessiv eingesetzt, dass sie beinahe in Westeuropa ausgestorben wären. Der Blutegel (Hirudo medicinalis) wird häufig bei Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt, wie u. a. Arthrose oder Sehnenverletzungen. Aber auch Hämatome, Ekzeme oder Wundheilungsstörungen werden behandelt.

Bei seinem Biss schüttet der Blutegel seinen Speichel (Saliva) aus. In dem Speichel sind viele unterschiedliche Wirkstoffe enthalten. Sie sind blutgerinnungs- und entzündungshemmend, reinigend, antibiotisch und teilweise wachstumsfördernd auf Neuriten (Teil der Nervenzellen). Weitere Wirkungen und Substanzen werden bisher noch untersucht. 

Der Saugvorgang des Egels am Wirt kann bis zu zwei Stunden dauern. Wenn der Blutegel satt und sich mit Blut voll gesaugt hat, lässt er sich abfallen. Es folgt eine gewünschte Nachblutung beim Wirtstier. Diese Blutung kann mehrere Stunden anhalten und wird durch die blutgerinngshemmenden Bestandteile des Speichels ausgelöst. 



Bild 1: Saugende Blutegel am Pferdebein



Bild 2: gewünschte Nachblutung nach dem Saugakt der Egel


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