Mobile Tierheilpraxis

   Claudia Obermeier

HOMÖOPATHISCHE THERAPIEN


Es gibt mittlerweile viele verschiedene homöopathische Therapien, die ihren eigentlichen Ursprung in der klassischen Homöopathie haben. Ihre Gemeinsamkeit liegt in der Potenzierung des Wirkstoffes. 

Klassische Homöopathie
Der Begründer der Homöopathie war der Arzt, Apotheker, Chemiker und Übersetzer Samuel Hahnemann (geb. 1755). Durch Zufall stieß er bei einer Übersetzung von der „Materica Medica“ von William Cullens auf die Wirkweise der Chinarinde.
Diese sollte aufgrund ihrer Bitterstoffe gegen Wechselfieber (Malaria) wirken. Von dieser These nicht überzeugt, führte er einen Selbstversuch mit Chinarinde durch und stellte Symptome an sich fest, die für das Wechselfieber typisch sind. Die Ergebnisse veröffentlichte er im Jahr 1796. Somit kann dieses Jahr als die Geburtsstunde der Homöopathie angesehen werden.

Ein homöopathisches Arzneimittel zeigt die Symptome an einem Gesunden, wie sie ein Erkrankter erzeugt. Der Begriff Homöopathie setzt sich zusammen aus:  homoio = ähnlicher   und   patheia = Zustand.
Dadurch entstand die Simileregel: Similia similibus curenter = Ähnliches kann durch Ähnliches geheilt werden

Dieses Prinzip war bereits bei dem bekanntesten Arzt der Antike, Hippokrates (460 – 361 v. Chr.), bekannt. Durch Hahnemann wurde es aus der Vergessenheit geholt. Seine gesammelten Erkenntnisse der Homöopathie veröffentlichte er erstmalig 1810 im „Organon der Heilkunst“ (Organon = aus dem griechischen: Werkzeug).

Da die Medikamente in ihrer damaligen Form und Konzentration zu heftig wirkten und auch in nur sehr geringen Mengen häufig Schaden anrichteten, experimentierte Hahnemann mit Verdünnungen. So entstanden nach etlichen Versuchen die heute bekannten Potenzen der Ursubstanz.

In der klassischen Homöopathie bedarf es einer intensiven Ausarbeitung um das richtige Mittel (Simile) zu finden. Es wird ausführlich in einem Lexikon mit einer Sammlung von Symptomen (Repertorium) recherchiert und anschließend hierachisiert. Meistens stehen nach dieser ersten Ausarbeitung mehrere Mittel zur Auswahl. Diese werden mit einer homöopathischen Arzneimittellehre (Materia Medica) abgeglichen um so das Simile zu finden. Auch die Wahl der Potenz wird entsprechend der Erkrankung gewählt.

Zu Beginn der Therapie kann eine Erstverschlimmerung auftreten, was als positiv zu bewerten ist. Erstverschlimmerung bedeutet, dass die Beschwerden sich kurzzeitig verstärken, wenn das richtige Mittel gewählt wurde und somit die Heilung einsetzt.

Komplexmittel-Homöopathie
In der Komplexmittel-Homöopathie werden mehrere homöopathische Wirkstoffe in bewährten Kombinationen und in verschiedenen Potenzen zu einem Präparat gemischt. Sie werden entsprechend nach Symptomen angewendet. 

Potenzierte Körperflüssigkeiten
Bei dieser Therapie werden modifizierte Körperflüssigkeiten (Blut, Urin, Sputum) mit einem Hilfsstoff potenziert. Die Einnahme erfolgt oral in verschiedenen Verdünnungsstufen. Es handelt sich um eine Umstimmungstherapie bezogen auf das Immunsystem. Sie kann angewandt werden bei Allergien und Autoimmunerkrankungen. 

Organotherapie
Es werden potenzierte Organextrakte von gesunden Zellen von Rindern und Schweinen hergestellt. Sie werden meist als Injektion verabreicht, aber auch eine orale Einnahme ist möglich. Erkrankte Organzellen werden aktiviert, wodurch sich der Zellstoffwechsel verbessert und die Selbstheilungskräfte nach dem Prinzip „Organ heilt Organ“ angeregt werden. 

 

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